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Archiv für April, 2007

Zweite erste Schritte

Inzwischen habe ich auch schon wieder einen Haufen Leute getroffen. Donnerstag Vormittag rief mich Sara an, die jetzt im Tiki als Kellnerin arbeitet. Ich verspreche, vorbeizukommen, sobald ich irgendwo was zu essen aufgetrieben habe.

Meine erste Mahlzeit in Mexico ist eine überaus schmackhafte Quesadilla, die wegen ihres exorbitant hohen Fettgehalts bestimmt auch meinem Kumpel Chrischi geschmeckt. Dann mache ich mich auf ins Tiki zu Sara, die sich freut, mich wiederzusehen. Weil sie natürlich auch noch arbeiten und nicht die ganze Zeit schnacken soll, verabreden wir uns für den Feierabend.
Inzwischen schaut auch noch Markus vorbei, mit dem ich mich bequem auf die playita fläze, wie in guten alten Zeiten. Auch wenn inzwischen vier Monate ins Land gegangen sind, fühle ich mich, als wäre ich nie weg gewesen. Nur mein Spanisch hinkt nach der langen Zeit vielleicht etwas…

Für den Abend bin ich mit Cynthia verabredet. Das Treffen ist auf 23:00 Uhr im Bambukos angesetzt. Nach dem Treffen mit Sara gehe ich nach Hause und treffe die folgenschwere Entscheidung, mich ins Bett zu legen und den Schätzing, den ich inzwischen fast durch habe, weiterzulesen. Natürlich schlafe ich ein und wache so gegen zehn nach elf wieder auf. Scheiße. Aber zu spät kommen ist in Mexico zum Glück nicht als Problem zu werten. Ich torkle aus der Tür und mache mich auf den Weg ins Bambukos. Viel gibt’s davon nicht zu erzählen, Cynthia ist da, Pamela und Carlos und noch ein paar andere Leute, großteils offenbar Amerikaner, die aber den Mund nicht recht aufkriegen. Zwar bin ich selber nicht gerade in Topform, bedingt durch lange Reise und Kater, aber immerhin unterhalte ich mich.
Cynthia meint, sie fährt am Wochenende nach Hause nach Oaxaca und fragt, ob ich nicht mitkommen will. Weil ich nichts besseres zu tun habe und weil ich bisher noch nicht in Oaxaca war, bin ich dabei. Am nächsten Tag geht’s los…

Willkommensfeier

Ich werde definitiv zu alt für diesen Scheiß. Naja…im Gegensatz zu den anwesenden Zwanzigjährigen bin ich nicht auf dem Sofa eingeschlafen. Also: gegen 23:00 ruft mich Luis auf meinem Handy an(ich habe inzwischen meine mexikanische SIM-Karte eingelegt und festgestellt, daß ich keine Anrufe tätigen kann) und erzählt mir, daß ich auf jeden Fall wieder bei ihm unterkomme. Natürlich sind auch wieder Gäste da, das bedeutet Alkohol und das bedeutet Gespräche bis lang in die Nacht(also bis jetzt) und das bedeutet meinen sicheren Tod. Angie war auch da, sie ist immer noch ein bisschen dick, aber trotzdem sehr süß. Zwar ist sie nach wie vor etwas doof(erzählt was von Psychologie und Ingenieurswissenschaft und daß sie als „Aufnahmeprüfung“ angeben solle, wer der Erfinder der Glühbirne war), aber ich lege ihr – inzwischen auch etwas angetrunken – meine Ansicht über Psychologie und Religion und Freiheit dar und sie scheint zumindest beeindruckt zu sein. Kunststück.
Inzwischen ist es fast fünf, Angie und Julian poofen auf dem Sofa, ich ziehe mich ins Bett zurück und stelle den Wecker auf 10:00. Klappt sowieso nicht. Wie auch immer, ich melde mich, wenn ich wach bin.

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- Nicht auszudenken, wenn
das alles in den Flieger ge-
raten wäre!

Geschafft. Die Erde hat mich wieder, nach fünfzehn Stunden Reise ist das jedes Mal eine Erleichterung. Ich sitze bereits im Bus nach Puebla und sauge die ersten Eindrücke von Mexico nach vier Monaten in mich auf. Die Anreise verlief erfreulich ereignislos: zwar hatte der Flieger von Hamburg nach Heathrow gut zwanzig Minuten Verspätung („It seems to be a busy day at Heathrow today, so we’re going to do some waiting circles…“) was mein ohnehin schon recht knappes Zeitfenster von zwei Stunden bis zum Weiterflug noch etwas schrumpfen ließ, aber mit Sicherheitscheck(vorher noch das restliche Wasser auf Ex ausgetrunken, denn Wasser ist böse), zwei Busfahrten quer über den Flughafen, Pinkelpause und einem energischen Fußmarsch zum Terminal ließ sich der Zeitplan eigentlich bequem einhalten. Am Gate 23 steht schon ein ganzer Haufen Leute, viele Mexikaner(und Mexikanerinnen…), der sich langsam in den Flieger schiebt. Hinter mir steht ein – ich möchte nicht voreilig urteilen, aber im Falle eines Irrtums entschuldige ich mich mit meiner mangelnden Kenntnis der asiatischen Kultur – ein buddhistischer Mönch, der mich auf englisch fragt, ob er am richtigen Gate steht, da er aus seinem boarding pass nicht schlau wird. Natürlich kann ich ihm da weiterhelfen. Schließlich bin ich ein alter Hase – und Kollege, weissu.
Jumbo Jet: Jo. Wenn man reinkommt ist man schon erstmal…na ja, erstaunt. Der Flieger ist schon ne Ecke dicker als alles, was mich bisher durch die Lüfte getragen hat. Ich nehme meinen Platz ein, dank frühzeitigem Check-In via Internet habe ich mir natürlich einen Fensterplatz direkt vor einer Trennwand unter den Nagel gerissen, wovon ich mir etwas mehr Bewegungsfreiheit verspreche. Die Rechnung scheint aufzugehen, obwohl ich nicht nachgemessen habe. Ich teile mir die Reihe mit einer Mexikanerin mittleren Alters und einer englischen jüngeren Dame, die ein wenig nach öko aussieht(im Nachhinein stellt sich zumindest heraus, daß sie Vegetarierin ist). Den Luxus einer kompletten Sitzreihe für mich allein, wie auf dem Flug von Hamburg nach London habe ich leider nicht, kann ich aber wohl auch nicht erwarten.
Wie gesagt, ich sitze gerade im Bus nach Puebla. Der zuckelt mehr schlecht als recht durch Mexico City, irgendwie ist hier wieder die Hölle los. Man kann über den Wohlstand in Mexico mutmaßen was man will – ein Auto hat hier jeder, wenn ich mir das hier so ansehe. Nagut, dann habe ich noch Zeit, über die Ankunft in Mexico City zu schreiben. Viel passiert ist auch hier nicht, ich wollte aber nicht verschweigen, daß sich während des Fluges noch keine rechte Vorfreude auf mein zweites halbes Jahr in Mexico einstellen wollte(obwohl ich die letzten Tage zuhause definitiv in nahezu euphorischer Stimmung war deswegen). Sei es wegen der Müdigkeit, sei es wegen der allgemeinen Erkenntnis, daß ich nun wieder Deutschland hinter mir lasse, an das ich mich in vier Monaten gewöhnt habe, keine Ahnung. Jedenfalls stehe ich in der Schlange vor den Einwanderungsschaltern wo eine Beamtin vorab kontrolliert, ob die Formulare korrekt ausgefüllt sind. Mein – natürlich vorbildlich ausgefülltes – Formular nimmt sie, guckt es sich an und sagt auf deutsch „Dankeschön“. Das hat die Sache für mich schon wieder rausgerissen. México – te quiero!
Der Einwanderungsfritze stempelt mich diesmal als Touristen ab – klar, ich habe ja auch diesmal kein Visum. Bin mal gespannt, was da noch auf mich zukommt, wenn ich meinen Status in „Praktikant“ umändern will. Von der mexikanischen Bürokratie erzählt man sich schlimme Geschichten…

Das war’s erstmal, ich melde mich wieder, wenn’s was Neues gibt.

Mexico – der zweite Anlauf

Wieder einmal sitze ich in Hamburg am Abflugterminal und warte darauf, daß mein Flug aufgerufen wird. Dies ist – neben der lang erwarteten Beendigung meines „Heimatexils“ – mein zweiter Start nach Mexico und zugleich auch der zweite enthusiastische Versuch, ein Reisetagebuch zu führen. Ich erinnere mich gut an meinen ersten Versuch, an dem ich den ersten Tag noch auf sieben Seiten beschreiben konnte und dann nach und nach lustloser wurde, bis ich das Schreiben komplett einstellte. Diesmal wird alles anders. Bestimmt.
Nebenbei spiele ich mit der WLAN-Verbindung herum und ärgere mich, daß es nirgendwo einen frei zugänglichen Hotspot gibt. Naja, gibt’s halt erst Nachricht von mir, wenn ich übern Atlantik rüber bin.
Von Hamburg geht es dieses Mal nicht mit Continental nach Newark sondern mit British Airways über London nach Mexico City. Erfreulicherweise habe ich von London nach Mexico City das Vergnügen, mit einer Boeing 747-400 zu fliegen. Zwar glaube ich nicht, daß das Biest sich als Passagier wesentlich anders anfühlt als jeder andere Flieger mit dem ich bisher unterwegs war, aber immerhin ist der Jumbo noch immer der größte sich im Liniendienst befindliche Passagierjet. Und bis ich den A380 probefliegen kann, geht bestimmt noch ne Menge Wasser den Jordan runter.
Für die Reise habe ich noch kurz im Zeitschriftenladen vorbeigeschaut und mit meiner ratlosen Miene einen Verkäufer angelockt, von dem ich mir das neue Buch von Frank Schätzing, „Die dunkle Seite“, aufschwatzen lasse. Gut, den Namen habe ich schon mal gehört, wird schon was ordentliches sein. Zur Abrundung entscheide ich mich noch für eine GQ sowie eine Flasche Wasser und schnappe mir vorm Betreten des Flugzeugs ein Gratisexemplar der Süddeutschen. Dreizehn Stunden Fliegen, ihr könnt kommen.
Achso…wie’s mir gefühlsmäßig geht. Die letzten Tage waren überaus entspannt, inzwischen weiß ich, was auf mich zukommt, ich mach das ja nicht zum ersten Mal. Trotzdem war ich heute morgen etwas nervös – zum einen die altbekannte Angst, irgendetwas vergessen zu haben(dabei habe ich mir extra eine Liste gemacht), zum anderen tut es mir leid, meine Eltern zurückzulassen. Aber das ist glaube ich ziemlich normal.
Gut. Das war das letzte, was ihr für die nächste Zeit von mir aus Deutschland zu hören bekommt. Die nächsten Updates werden mexikanischer angehaucht sein.

Macht’s gut ihr alle!

Unterstützung

Ich bin’s wieder,

gerade bin ich auf eine Seite gestoßen, die sich “wirhabenbezahlt.de” nennt und die, Zitat, “Piraterie der Musikindustrie” zum Thema hat. Zum einen wird energisch für das Recht auf Privatkopie und die Abschaffung von Kopierschutz und sonstigem DRM-Firlefanz Partei ergriffen, zum anderen eine sehr interessante Rechnung über die nicht unbeträchtlichen Einnahmen der Phonoverbände abseits des Musikverkaufs(z.B. Aufschläge auf Komplett-PCs, Rohlinge, etc.).

Ihr habt an uns verdient!

Weil ich zu denen gehöre, die öfter in einen Musikladen gehen, stundenlang durch die Regale stöbern, Musik entdecken, die ihnen gefällt und sich dann sagen “Zwanzig Euro? Leckt mich!”, habe ich mich kurzerhand entschlossen, das Banner der Seite hier zu veröffentlichen.

Neue Themes

Schon wieder ich, bin gerade dabei, ein paar neue Themes für dieses Blog auszuprobieren, also wundert euch nicht, wenn’s hier zwischendurch mal etwas seltsam aussehen sollte. Provisorisch habe ich erstmal das default Theme eingerichtet, damit gehe ich bestimmt niemandem auf die Nerven.

Damit’s aber nicht ganz so langweilig hier ist kommt hier noch ein Video, das mir neulich über den Weg lief, und das mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Die Band heißt “OK Go”, das Lied “Here It Goes Again”. Übrigens hatte ich vor einigen Jahren das Vergnügen, die Jungs live auf dem Hurricane Festival erleben zu können, und ich muß sagen, die hauen dir echt den Rocksack vom Rücken! Viel Spaß!

Spam, spam, spam

Ich bin’s wieder,

da diese Webseite in letzter Zeit von einigen Spam-Kommentaren beglückt wurde(und ich für jeden Kommentar eine E-Mail bekomme), sehe ich mich gezwungen, das Verfassen von Kommentaren ab sofort nur noch registrierten(und eingeloggten) Lesern zu erlauben. Laßt euch dadurch bitte nicht davon abhalten, auch weiterhin eurer Meinung Ausdruck zu verleihen: Registrieren kost’ nix, eure E-Mail-Adresse verkaufe ich nur an seriöse Firmen und eure Cookie-Einstellungen werdet ihr wohl gerade noch anpassen können.

Das war’s auch schon, danke für’s Lesen!

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